Liebes Tagebuch!
Was soll ich nur machen? Ich würde Andri so gerne sagen, dass er mein richtiger Sohn und kein Jude ist. Alles wäre leichter, wenn die Andorraner wüssten, dass er einer von ihnen ist. Es wäre viel leichter für ihn eine Ausbildungsstelle zu finden und ich hätte auch nicht das Problem, so viel Geld auftreiben zu müssen. Ich weiß auch, dass ich oft ungerecht handle, aber wenn ich den Andorranern die Wahrheit sage, würde ihnen das Lachen vergehen. Das alles bereitet mir so viel Kummer! Und nur Alkohol ist zur Zeit das einzige, das mir hin und wieder hilft alles erträglicher zu machen. Auch wenn er das Problem aufwirft, dass mich alle für verrückt halten und mir keiner mehr Glauben schenkt. Ich habe ja versucht Andri das ganze zu erklären, doch er wollte mich nicht verstehen und verachtet mich noch mehr.
Ich weiß nicht wie lange ich das ganze durchhalte...
Katja, Svenja, Maren und Kristin
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Freitag, 22. Juni 2007
Donnerstag, 21. Juni 2007
Tagebucheintrag
Liebes Tagebuch!
Letztens sprach mich Barblin erneut darauf an, dass ich trank. Sogar am Sanktgeorgstag, betonte sie. Doch sie versteht nicht, dass ich durch den Alkohol meine Probleme für eine gewisse Zeit vergessen kann. Niemand versteht es, und niemand soll es verstehen. Sonst würden sie doch denken ich wäre alkoholabhängig. Bald werde ich es nicht mehr verheimlichen können, dass Andri mein leiblicher Sohn ist.
Als heute der Doktor bei uns war und so über Andri scherzte, hätte ich mich fast verraten. Als Andri dann von seiner Zukunft mit Barblin sprach, hätte ich es ihm sagen sollen. Ich muss ihn aufklären. Er hat ein Recht drauf es zu wissen.
Tamara, Janna, Valeria
Letztens sprach mich Barblin erneut darauf an, dass ich trank. Sogar am Sanktgeorgstag, betonte sie. Doch sie versteht nicht, dass ich durch den Alkohol meine Probleme für eine gewisse Zeit vergessen kann. Niemand versteht es, und niemand soll es verstehen. Sonst würden sie doch denken ich wäre alkoholabhängig. Bald werde ich es nicht mehr verheimlichen können, dass Andri mein leiblicher Sohn ist.
Als heute der Doktor bei uns war und so über Andri scherzte, hätte ich mich fast verraten. Als Andri dann von seiner Zukunft mit Barblin sprach, hätte ich es ihm sagen sollen. Ich muss ihn aufklären. Er hat ein Recht drauf es zu wissen.
Tamara, Janna, Valeria
Gespräch vor dem Himmelstor zwischen Gott & Lehrer Can
Gott: Hallo mein lieber Can, willkommen im Himmel!
Du bist ja aus eigenem Willen zu mir gekommen. Lass uns doch mal auf
dein Leben zurückblicken
Can: Hallo, lieber Gott! Vielen Dank für die Begrüßung.
Im letzten Abschnitt meines Lebens gab es auch viele Schattenseiten, dass
das muss ich zugeben.
Gott: Ja, ich weiß, denn ich habe dich von hier oben beobachtet. Ich habe dich
als fürsorglichen Vater kennengelernt. Es war jedoch ein Fehler, dass du
deinen Sohn Andri als deinen eigenen verleugnet und als Juden ausgegeben
hast. Nur um deinen Ruf zu wahren und als Held vor den Andorranern
dazustehen.
Can: Ja, ich wollte doch nur meinen Sohn beschützen, aber im Nachhinein
weiß ich auch, dass ich ihm damit geschadet habe.
Gott: Du hast nicht nur ihm sondern auch Barblin und dir selbst geschadet.
Can: Wieso sagst du, dass ich mir damit geschadet hätte?
Gott: Du wolltest deine Probleme durch den Alkohol vergessen.
Can Ja, ich sehe meine Schuld ein! Ich werde mich im Himmel bessern.
Ich weiß ich habe oft an dir gezweifelt und war nicht immer fromm.
Ich hoffe du nimmst mich trotzdem an.
Gott: Ja, komm her, mein Sohn
von Anna, Theresa, Jenny, Vanessa
Mittwoch, 20. Juni 2007
Grabrede
Liebe Hinterbliebenen lasst uns heute Abschied nehmen von unserem Lehrer Can. Zu unser aller Trauer hat er sich leider das Leben genommen.Er selbst gab sich als Verfechter der Ehrlichkeit aus. Er kämpfte gegen Vorurteile gegen Juden, dies demonstrierte er durch die heldenvolle Tat einen Juden adoptiert zu haben. Er wirkte auf uns wie ein Moralist und Idealist. Leider erkannten wir seine Probleme nicht. Er trank aus schlechtem Gewissen wegen seiner Lüge, als er merkte das wir, alle Andorraner, eine Abneigung gegen Juden haben, da Andri ein Jude war.Er war einer von uns. Deswegen wollen wir heute gemeinsam von ihm verabschieden. Möge er in Frieden ruhen.
Abschiedsbrief von Can
Damals hatte ich Angst davor die Wahrheit über Andri zu erzählen, da ich nicht wusste wie die Andorraner reagieren würden und ich habe gedacht dass ich das Richtige tue. Vielleicht war dies damals auch der Auslöser dafür, dass ich so viel trinke.
Doch jetzt weiß ich dass es der größte Fehler meines Lebens war. Ich bereue es sehr, dass ich nicht schon damals die Wahrheit gesagt habe, denn eigentlich bin ich ein Mensch der sehr viel Wert auf Ehrlichkeit legt. Ich wollte immer nur das Beste für meinen Sohn und habe versucht ihm alles zu ermöglichen. Obwohl die Andorraner meinten sie würden Andri gerecht behandeln, musste ich mich immer gegen ihre Vorurteile gegenüber Andri wehren. Als mir Andri damals gesagt hat, dass er und Barblin heiraten wollen, wurde mir klar dass ich endlich die Wahrheit sagen muss. Ich konnte nicht zulassen dass meine beiden Kinder heiraten. Als ich Andri sagen wollte, dass er mein leiblicher Sohn ist, glaubte er mir nicht, wahrscheinlich auch desswegen nicht weil ich mal wieder betrunken war. Es wurde immer schwieriger für mich ihm die Situation klar zu machen.
Vorallem als seine Mutter -die Senora- nach Andorra kam, wollte ich, dass er endlich weiß dass ich wirklich sein Vater bin. Der Tod der Senora hat mich sehr geschockt, denn sie war meine große Liebe.
Ich bereue nicht meine Frau geheiratet zu haben, aber ich hätte damals zur Senora und Andri stehen sollen, denn dann wäre unser Leben wahrscheinlich einfacher gewesen, vorallem für Andri.
Bis zuletzt, bei der Judenschau, habe ich versucht, den Leuten deutlich zu machen, dass Andri mein Sohn ist, aber niemand glaubte mir.
Es war zu spät... ich konnte meinen Fehler nicht mehr rückgängig machen... ich konnte Andri leider nicht mehr retten.
Ich bin derjenige, der an allem Schuld ist und ich werde mir das nie verzeihen.
Wenn man diesen Brief findet, ist es schon zu spät, denn ich muss nun diesen Weg gehen und setze meinem Leben ein Ende!!!
Can
von Lisa und Steffi
Damals hatte ich Angst davor die Wahrheit über Andri zu erzählen, da ich nicht wusste wie die Andorraner reagieren würden und ich habe gedacht dass ich das Richtige tue. Vielleicht war dies damals auch der Auslöser dafür, dass ich so viel trinke.
Doch jetzt weiß ich dass es der größte Fehler meines Lebens war. Ich bereue es sehr, dass ich nicht schon damals die Wahrheit gesagt habe, denn eigentlich bin ich ein Mensch der sehr viel Wert auf Ehrlichkeit legt. Ich wollte immer nur das Beste für meinen Sohn und habe versucht ihm alles zu ermöglichen. Obwohl die Andorraner meinten sie würden Andri gerecht behandeln, musste ich mich immer gegen ihre Vorurteile gegenüber Andri wehren. Als mir Andri damals gesagt hat, dass er und Barblin heiraten wollen, wurde mir klar dass ich endlich die Wahrheit sagen muss. Ich konnte nicht zulassen dass meine beiden Kinder heiraten. Als ich Andri sagen wollte, dass er mein leiblicher Sohn ist, glaubte er mir nicht, wahrscheinlich auch desswegen nicht weil ich mal wieder betrunken war. Es wurde immer schwieriger für mich ihm die Situation klar zu machen.
Vorallem als seine Mutter -die Senora- nach Andorra kam, wollte ich, dass er endlich weiß dass ich wirklich sein Vater bin. Der Tod der Senora hat mich sehr geschockt, denn sie war meine große Liebe.
Ich bereue nicht meine Frau geheiratet zu haben, aber ich hätte damals zur Senora und Andri stehen sollen, denn dann wäre unser Leben wahrscheinlich einfacher gewesen, vorallem für Andri.
Bis zuletzt, bei der Judenschau, habe ich versucht, den Leuten deutlich zu machen, dass Andri mein Sohn ist, aber niemand glaubte mir.
Es war zu spät... ich konnte meinen Fehler nicht mehr rückgängig machen... ich konnte Andri leider nicht mehr retten.
Ich bin derjenige, der an allem Schuld ist und ich werde mir das nie verzeihen.
Wenn man diesen Brief findet, ist es schon zu spät, denn ich muss nun diesen Weg gehen und setze meinem Leben ein Ende!!!
Can
von Lisa und Steffi
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